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Keine Bilder.

Ursprünglich war das Ahnenbüchl ja mehr auf die Gegenwart bezogen, zur raschen Auskunft über die näheren Verwandten, nur als Fortführung des Papierexemplares:

mein Original

Aber was ist jetzt eigentlich für mich das Spannende an der Ahnenforschung, warum bin ich hängengeblieben und stöbere immer weiter nach Informationen und ergänze was immer ich finden kann?

Beim Erfassen und Ordnen stößt man immer wieder auf Lücken, fehlende Links, im Hinterkopf weiß man, da ist noch ein Zweig dazugekommen, dort wer gestorben, es fehlt noch etwas.

Und dann setzt sich das Stöbern in Richtung Vergangenheit fort, es wird immer interessanter, wo und warum Menschen und ganze Familien auftauchen oder auch wieder verschwinden, sich zerstreuen.

Nicht überall sind ist eine Familie über mehrere Generationen so gut dokumentiert wie die Familie meiner Großmutter väterlicherseits. Schon das früher penibel geführte Ahnenbüchl war voll von Informationen, dann gab es da auch noch das Buch Das Haus Wild in Wien, wo noch viele weiterführende Personen und Geschichten auftauchten.

Überrascht stellte ich fest, wie mobil unsere lieben Vorfahren waren, welche gewaltigen Distanzen oft zwischen Geburtsort, Ort der Familiengründung usw. liegen, und das zu Zeiten, als man zu Fuß oder mit Pferdewagen unterwegs war. Und trotzdem verschwindet binnen kurzer Zeit eine ganze Großfamilie aus dem angestammten Gebiet und zerstreut sich in alle Winde, wie es zum Beispiel bei den Wild in Masevaux im Elsaß der Fall war. Jetzt wollte ich natürlich etwas über die Hintergründe wissen und begann zu suchen, und plötzlich wird die in der Schule nicht gerade heißgeliebte Geschichte lebendig, beginnt sich mit der Familiengeschichte zu vermischen, in diesem Fall war es wohl der 30-jährige Krieg, unter dem ganz Europa litt, hier im speziellen der Schwedisch-Französische Krieg von 1635 bis zum Westfälischen Frieden 1648.

Wenn man es nicht gerade mit extrem häufigen Nachnamen zu hat, gestaltet sich ja dank Internet und seiner Möglichkeiten die Recherche nach verlorenen Zweigen und Personen relativ einfach. Es gibt so viele Ahnenforschungsseiten & Communities wie Geneanet oder Ancestry.com, interessante Quellen wie Landestelefonbücher in der ganzen Welt, Steuerakte in den USA(!), und natürlich die ganzen Suchmaschinen nicht zu vergessen.

Auch über den inversen Weg kommen nun Informationen auf mich zu, seit meinen ersten Veröffentlichungen auf der alten Webseite und dem Ahnenbüchl auf meinem eigenen Server bekam ich dann per email oder in Briefen Anfragen und konnte neue Kontakte knüpfen.

So geht hoffentlich es bei mir immer weiter, das Interesse ist ungebrochen, und durche einen Anlaßfall von außen oder auch wenn einfach nur wieder mal Zeit ist, kann ich immer wieder das eine oder gar mehrere Mosaiksteinchen ergänzen.

LG, Uli

( Original geschrieben von Uli am Mittwoch, den 12. März 2008 um 16:44 Uhr )